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Grundschule Winklarn-Thanstein

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Digitaler Fluch und Segen

Digitale Welten: Sie schenken einem völlig neue Perspektiven, sind zugleich aber auch brandgefährlich. Der Medienpädagoge Dominik Hanakam klärt in einem Vortrag auf.

Eingeladen zum Infoabend "Digitale Welten - Chancen und Risiken für Kinder & Jugendliche" waren vorrangig Eltern von Schülern unserer Schule, aber auch alle anderen Interessierten. Der Referent erklärte, was in den virtuellen Welten geschieht, könne nicht grundsätzlich verteufelt oder hochgejubelt werden. Die Nutzung ist in den vergangenen Jahren bei den Jugendlichen enorm gestiegen. In ihrer Freitzeit nutzen 89 Prozent am PC und am Smartphone 93 Prozent täglich die Angebote.

Der Umsatz der Spielefirmen boomt und beträgt momentan 137 Milliarden jährlich. Dabei kommen lt. Hanakam durchaus Sozialkompetenzen zum Tragen: aktive Beteiligung, strategische Entscheidungen, kommunikative Fähigkeiten, logisches Denken und Schulung von Aufmerksamkeit und Konzentration. Die digitalen Welten können aber auch zur Sucht werden. Exzessives Computerspielen ist seit Juni 2018 von der Weltgesundheitsorganisation als Sucht anerkannt.

Erkennbar ist das, wenn jemandem die Kontrolle entgleitet, ein Spiel immer mehr an Priorität im Leben gewinnt, und auch noch nach negativen Auswirkungen gezockt wird. Spielen lassen oft viel reales Geld in den virtuellen Welten.

Als neuester Trend erweisen sich die "Virtuellen Realitäten". Für Kinder und Jugendliche seien diese nicht unbedingt geeignet, da viele Spiele reich an Gewalt und mit pornografischen Inhalten versehen sind. Social Media wie You Tube, Facebook, Twitter oder Whatsapp verzeichnen lt. Hanakam im Jahr einen Umsatz von 190 Milliarden. Jugendliche schauen pro Tag 221 Minuten auf Ihr Handy, viel mehr als in den Fernseher.

Zum Schluss seiner Ausführungen ging er noch auf "Cybermobbing" ein. Anonymes Mobbing sei weit verbreitet. Bilder, die man sieht, werden im Unterbewusstsein gespeichert und können nicht mehr gelöscht werden. "Davor sollen und müssen unsere Kinder geschützt werden", erklärte Hanakam.